MRAS Training – Hirzmannsperre

Am vergangenen Sonntag trainierten 5 Bärnbacher Kameraden der Einheit MRAS erneut an der Hirzmannsperre. Nach dem bei der letzten Übung verschiedene Abseil- und Aufseiltechniken an der Staumauer im Vordergrund standen, erprobten wir diesmal Rettungstechniken mit der Korbtrage, wie sie bei schonenden Patientenrettungen auftreten können. Der Fokus und die besondere Herausforderung lag dabei im Ausstieg des Retters mitsamt Korbtrage OHNE einen erhöhten Anschlagpunkt.

Bei einem Einsatz in exponierter Lage kann leider nicht davon ausgegangen werden, dass geeignete (am besten erhöhte) Anschlagpunkte zur Verfügung stehen.
In diesem Fall ergeben sich mehrere Schwierigkeiten und Erkenntnisse: Zum Einen kann die Korbtrage nicht einfach (mittels Flaschenzug) aufgezogen und somit viel leichter positioniert werden. Zum Anderen muss der Retter oft anschließend über die Trage in das frei hängende System “einsteigen”. Das kann zum Beispiel mit vorgeknoteten Bandschlingen erfolgen, setzt aber entsprechende Kraft und Geschicklichkeit voraus.

Je nach Lage und Gewicht des Verletzten wird eventuell auch mehr Personal für die Rettung notwendig. Bei einem Rettungstrupp aus minimal 3 Mann muss schon sehr genau koordiniert werden um die redundante Sicherung (Zweiseiltechnik) aufrecht zu erhalten. Weiters muss durch den fehlenden erhöhten Anschlagpunkt fast immer mit entsprechenden Seilschonern bzw. Kantenschutz gearbeitet werden um die Seilreibung zu minimieren und Beschädigungen zu verhindern.

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