Katastropheneinsatz in Oberwölz

Am Freitag, den 8.7.2011 wurde die FF Bärnbach für einen FuB Einsatz am 9.7.2011 im Katastrophengebiet Oberwölz einberufen. Bereits eine halbe Stunde später fanden sich 10 Kameraden im Rüsthaus ein um die notwendigen Vorbereitungsarbeiten zu leisten. 3 Fahrzeuge (TLF 4000, LFB und VF mit Hänger) wurden für den Hochwassereinsatz um- bzw. aufgerüstet. Weiters wurden sämtliche logistischen Details (Verpflegung, Treibstoffversorgung) durchbesprochen.

Abfahrt war am Samstag um 5.00 Uhr zunächst zum Sammelplatz Rüsthaus Voitsberg. Hier wurde die FuB Bereitschaft 56 in zwei Züge geteilt. Nachdem jeder Feuerwehrmann ein erstes Lunchpaket zur Verpflegung bekam rückten insgesamt 29 Fahrzeuge und 140 Mann zum Katastrophengebiet nach Oberwölz ab. Die Fahrtstrecke führte über Köflach – Gaberl –Weisskirchen – Judenburg – Scheifling – Niederwölz bis nach Oberwölz. Nach Ankunft um ca. 8.00 Uhr erkundete FuB Kommandant Ing. Klaus Gehr (FF Voitsberg) bei der zuständigen Einsatzleitung, welche im Rüsthaus Oberwölz untergebracht war, die Lage. Nach und nach wurden die Feuerwehren zu ihren Einsatzadressen abberufen.

Die FF Bärnbach kam im Bereich „Am Schöttelbach“ bei einem Einfamilienhaus zum Einsatz. Nach Erkundung stellte sich für die 11 Mann starke Mannschaft der FF Bärnbach folgende Lage: Massiver Schlamm und Wassereinbruch im Keller (bis zur Decke) bzw. noch etwa 50 cm im Erdgeschoß. Durch die Hitzeeinwirkung am Freitag bzw. Samstag (bis zu 33 Grad) begann sich der Schlamm im Keller zu verfestigen. Mit Hilfe eines HD Rohres vom TLF konnte die „Letn“ etwas verflüssigt und von einem Spezialfahrzeug abgesaugt werden. Die restlichen Schlammreste wurden mit einem 2. HD Rohr entfernt. Mit einem Wassersauger konnte anschließend Raum für Raum wieder sauber gemacht werden.

Dieser Einsatz war für die Mannschaft eine physische Herausforderung, denn zu den körperlichen Anstrengungen kam noch die brütende Hitze von 34 Grad am Samstag. Um ca. 18.00 Uhr konnte die FF Bärnbach den Hausbesitzern einen einigermaßen „sauberen“ Keller übergeben. Die Waschmaschine und der Warmwasserboiler konnten wieder in Betrieb genommen werden. Nachdem die Gerätschaften noch am Einsatzort „grob“ gereinigt wurden traten die 3 Fahrzeuge um 18.30 Uhr den Heimweg an. Im Rüsthaus angekommen wurden sämtliche Geräte und Fahrzeuge „fein“ gereinigt und für den nächsten Einsatz vorbereitet.

Die Mannschaft der FF Bärnbach wünscht Fam. Lerchbacher viel Kraft und Ausdauer um diese Katastrophe zu überwinden und viel Glück und Erfolg für die Zukunft.

HLM Wolfgang Schönner

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